Orchidee Chinesische Tusche Malerei japanische Sumi-e painting


Die Orchidee wird in China seit Hunderten von Jahren kultiviert. Seit der Zeit des Philosophen Konfuzius (551-479 v. Chr.) wird die Orchidee mit prinzipientreuen, moralischen Herren in Verbindung gebracht, deren Talent und Integrität von den Mächtigen nicht anerkannt wird. Im Laufe der Jahrhunderte schrieben verschiedene literarische und philosophische Werke der Orchidee andere Tugenden zu, wie Freundschaft, Loyalität und Patriotismus. Aufgrund dieser Assoziationen identifizierten sich die Mitglieder der offiziellen Gelehrtenklasse stark mit der Orchidee.

Während der Song-Dynastie (960-1279) wurde die Orchidee zu einem eigenständigen Thema der chinesischen Malerei. Künstler schufen akribische Darstellungen der Orchidee mit Umrissen und Farbe. Ab dem dreizehnten Jahrhundert entschieden sich die meisten gelehrten Künstler dafür, die Blätter und Blüten kalligrafisch zu malen und nur Tusche zu verwenden. Nach der Eroberung der Song durch die Mongolen im Jahr 1279 und der Gründung der Yuan-Dynastie nahm die "Tusche orchidee" starke Züge der Loyalität gegenüber dem gefallenen Regime an.

Die Orchidee als ein Thema der chinesischen Malerei war auch für bestimmte Gruppen attraktiv, die am Rande der Gesellschaft florierten. Mönchskünstler, die der Chan-Kunstschule des Buddhismus angehörten, eigneten sich zum Beispiel die Tusche-Orchidee für ihre eigenen Zwecke im vierzehnten Jahrhundert. In ähnlicher Weise blieb die Pflanze zwar unter gelehrten Künstlern immer beliebt, aber während der späten Ming- und der frühen Qing-Dynastie (16. bis 17. Jahrhundert) wurde die Tusche-Orchidee auch zu einer Hauptstütze für eine Gruppe bekannter Kurtisanenmaler, von denen viele romantische Liaisons mit prominenten Gelehrten der damaligen Zeit bildeten.

Zweck dieser Aktivität ist es, das von chinesischen Gelehrten/Mönchen als "Die vier edlen Herren" bezeichnete Konzept zu veranschaulichen, während vier Pflanzen die vier Jahreszeiten bedeuten und begehrte konfuzianische Eigenschaften. Die kleine, unscheinbare wilde Orchidee entspricht dem Frauenideal des Ostens. Ihre langen, schmalen, oft gedrehten Blätter sind ein Zeichen für Eleganz und Einfachheit. Immer wird sie dem Lernenden als erstes Motiv der Tusche Malerei angeboten. Die Pflaumenblüte stand für den Winter, die Orchidee für den Frühling, der Bambus für den Sommer und die Chrysantheme für den Herbst.



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Orchidee | orchid

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Der Duft von Orchideen weht weit weg | The scent of orchids drifts far away

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